Drift II
Drift II setzt die Drift-Serie fort, einen Zyklus von Werken im Entstehen, bei dem jedes Stück organisch aus den aktuellen Erkundungen der Komponistin wächst. Die Serie stellt den fortlaufenden Schaffensprozess in den Mittelpunkt: Kämpfe, Entdeckungen und Fragen bilden den thematischen Kern jeder sich entwickelnden „Bewegung“.
In Drift II, geschrieben für ein Pierrot-Ensemble, stellt sich die Komponistin ihrer Angst vor Wiederholung. Das Werk erforscht die Entwicklung illusorischer Schleifen in der Zeit, den paradoxen Zustand des Stillseins bei gleichzeitiger Bewegung, wobei eingefrorene Akkorde als Antrieb für Bewegung dienen. Das Stück sucht Wege, wie Musik organisch im Raum wachsen kann und gleichzeitig Raum für unerwartete Verzweigungen, Umwege und Deformationen lässt – Momente, in denen Struktur auf Unvorhergesehenes trifft. Es lädt das Publikum ein, Spannung, Transformation und Klang als lebendiges, sich entfaltendes Wesen zu erleben.